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Rückblick auf die IOM SUMMIT Auftaktveranstaltung

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Wie sieht der aktuelle Status-Quo beim digital verteilten Arbeiten aus? Diese Frage stand im Fokus der IOM SUMMIT Auftaktveranstaltung Ende Juni. Dort wollten wir die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen aufgreifen und den Weg zum IOM SUMMIT vom 28. bis zum 30. September ebnen. Eines lässt sich vorab sagen, die gesamte Zusammenarbeit ist noch nicht perfekt gestaltet. Zwar gab es große Schübe durch die zwangsläufige Digitalisierung und das verteilte Arbeiten hat sich immens ausgeweitet, aber vieles bleibt unkoordiniert und auch nicht alle Mitarbeitenden sind vollständig in der digitalen Welt integriert.

Aktuell stehen die Themen Hybrid Work, Employee Experience und die digitale Reife im Mittelpunkt der Diskussionen. Darüber haben wir mit einigen Expertinnen und Experten sprechen können. Hier gibt es einige neue Herausforderungen durch hybride Arbeitsweisen, asynchrones Arbeiten und dem Versuch nicht wieder vollständig in die alten Verhaltensmuster zurückzukehren.

1. Hybrid Work als neuer Heilsbringer?

Es gilt es den richtigen Mix für das neue Arbeiten zu finden, wo es Sinn macht kann man zu alten Mustern zurückkehren. Aber an Stellen, wo digitale Ansätze sinnvoller sind, sollte man diese natürlich übernehmen. Hybrid Work führt hier zu neuer Komplexität, daher auch die These von Dr. Peter Geißler in seinem Einführungsbeitrag: Ein Jahr digital verteiltes Arbeiten und jetzt zurück ins Office? Nicht alle Mitarbeitenden haben sich während des Remote Arbeitens engaged oder richtig eingebunden gefühlt, einige fühlten sich eher überfordert, demotiviert und hatten nicht das gefühlt vom Arbeitgeber richtig unterstützt zu werden. Darauf haben die Unternehmen jetzt unterschiedliche Antworten von vollständig zurück ins Office, wie es Apple versucht, oder jedem einzelnen die Möglichkeit zu 100% Home Office, wie es SAP angeht. In der Regel sieht es aber so aus, dass feste Remote-Tage geplant sind, also eine Mischung aus beidem besteht. Das zeigt, dass Hybrid Work gar nicht mehr wegzudenken ist, da das beste aus beiden Welten vereint werden soll. Aber was ist Hybrid Work eigentlich? Wie definieren das die Mitarbeitenden? Die Ergebnisse eines Workshops von Peter Geißler geben einen guten Einblick:

In diesem Zusammenhang gibt es noch einige Herausforderungen in den verschiedensten Bereichen. Dazu gehören die richtigen Prozesse, der Umgang mit Zoom Fatigue, die Entgrenzung der Arbeit und die Investments, welche zu Beginn notwendig werden. Darüber hinaus müssen rechtliche Vorgaben z.B. zu Standorten beachtet werden, es braucht die passende Infrastruktur und ein großer Hebel ist auch der Cultural Fit. Als Antwort auf vieles sieht Peter Geißler Employee Experience, also alle Berührungspunkte der Mitarbeitenden mit der Organisation von Beginn bis zum Ende. Wenn man die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt, das Handeln an den verschiedenen Touchpoints ausrichtet, dann kann man gute Momente, also die "Moments that Matter" schaffen. Dafür braucht es einen Wandel & die richtige Befähigung, neue Spielregeln, neue Verständigung un ein gemeinsames Verständnis. 

Weitere Baustellen und Fragestellungen, die bereits teilweise im Vorfeld zum IOM SUMMIT aber auch direkt bei der Konferenz vom 28. bis zum 30. September besprochen werden sollen sind, die angepassten und wirklich digitalen Prozesse, der Kulturwandel als Challenge und auch eine andere Art der Kommunikation.

2. Employee Experience als Hebel?

Über die Employee Experience als Hebel und mehr als nur ein neues Schlagwort, hat Tim Mikša von der netmedianer GmbH in seinem Beitrag gesprochen. Einen ausführlichen Bericht, sowie einen Einblick in den Vortrag gibt es im Blog-Beitrag "Employee Experience als neues Schlagwort im Digital Workplace Business". Im Grunde ist Employee Experience (EX) ein kritischer Erfolgsfaktor und Organisationen sind in der aktuellen Zeit der digitalen Transformation auf engagierte und loyale Mitarbeitende angewiesen. Die EX betrifft und stellt alle Erfahrungspunkte von Mitarbeitenden mit dem Unternehmen dar. Es muss auf die Bedürfnisse aller eingegangen, Probleme im Arbeitsalltag identifiziert und neue Lösungen angeboten werden. Der Digital Workplace stellt das Fundament von Employee Experience dar und ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern vielmehr eine Reise mit stetigen Veränderungen. EX und der Digital Workplace gehen Hand in Hand, denn auch die Ziele stehen in Zusammenhang. Dazu gehören beispielsweise Teamwork, Transparenz, Agiles Arbeiten, digitale Kollaboration und viele mehr. Auch Aspekte wie Interdisziplinäre Teams, "Use Cases", Change & Enablement, sowie alle Mitarbeitenden als Zielgruppe sollten berücksichtigt werden, denn hierauf wirkt sich die Employee Experience aus.

EX sollte nicht auf technologische Themen reduziert werden, es geht nämlich um sehr viel mehr. Es geht um das Wohlbefinden aller und darum alle abzuholen und in der digitalen Welt einzubringen. Oft ist das natürlich ein Ziel, dennoch fehlt die Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung und es hört bei der User Experience auf. Ein großer technologischer Sprung wurde gemacht, aber die Ebenen wie Organisation, Skillseit und Mindset müssen richtig nachgezogen werden um die Mitarbeitenden stärker zu binden. Weiter Punkte hierzu werden am 25.08. bei der offenen Diskussionsrunde im Rahmen eines Conversation Cafés "Konzeptansätze für mehr Mitarbeiter-Engagement & Employee Experience" diskutiert. 

3. Digitale Reife von Mitarbeitenden & der Organisation

Um eine digitale Reife von Mitarbeitenden, Führungskräften und der Organisation zu erreichen, braucht es das richtige Veränderungsmanagement. Pivi Scamperle hat hier wichtige Impulse angebracht, welche beachtet werden sollten. 

Im Bereich des Unternehmens darf die Unternehmenskultur nicht unterschätzt werden. Durch digitales Arbeiten hat bereits ein Wandel stattgefunden und auch Hybrid Work treibt den Wandel voran, diesen sollte man wahrnehmen und aktiv gestalten. Dazu gehört z.B. auch eine robuste digitale Infrastruktur. Ein wichtiger Punkt ist auch weniger in digitalen oder physischen Räumen zu denken, sondern mehr in Präsenz. Diese kann sowohl digital, als auch physisch sein und verbindet die Räume viel besser. Das bietet eine große Chance für den Wandel. Aber auch der HR Bereich hat durch den aktuellen Wandel eine große Chance, nämlich diversere Teams zu gestalten, flexiblere Formen der Zusammenarbeit anzunehmen und Lernen mit Arbeiten besser zu verbinden.

Im Bereich der Führungskräfte bedeutet der Wandel mehr Selbstführung für alle. Die eigene Sichtbarkeit muss anders gestaltet werden und auch gewisse Regeln der Zusammenarbeit aufgestellt werden. Zuletzt hat der virtuelle Bereich in einigen Bereichen dazu geführt immer und immer öfter da zu sein, hier sollten Grenzen gesetzt werden, die asynchrone Bewegung berücksichtigt werden und auch der Wachstum vor Leistung gefördert werden.

Und auch auf der Seite er Mitarbeitenden führt der Wandel zu viel mehr Selbstführung und Verantwortung. Work-Life-Balance ist ein wichtiger Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte und auch die Karriere sollte ganz neu definiert werden. 

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde auch deutlich, dass die Umstellung der Arbeitsweisen noch nicht geschehen ist. Trotz vieler Veränderungen, braucht es jetzt das richtige Veränderungsmanagement um den Haben-Wollen-Effekt und den Wunsch bei den Mitarbeitenden zu erwecken. Man muss neue Versuche starten, Dinge ausprobieren, aber vor allem befähigen. Dabei gilt es auch die vorliegenden Daten zu berücksichtigen, denn durch die digitalen Tools gibt es eine Vielzahl davon. Daraus lässt sich auch gut ein differenziertes Befähigungsangebot für die verschiedenen Nutzergruppen erstellen. Weitere Baustellen für die Zukunft sind dabei z.B. nicht nur mit Annahmen zu arbeiten, die man selbst aufstellt, sondern wirklich einen Blick in vorliegende Daten zu werfen. Herausforderungen gibt es dabei noch weitere, es ist wichtig wirklich alle Mitarbeitenden in die digitale Welt und die richtigen Tools abzuholen, den Wandel gemeinsam zu gestalten und alle Perspektiven zu berücksichtigen. 

Wie geht es jetzt weiter?

Nach spannenden Diskussionen, Impulsen und neuen Einblicken ist das Thema aber noch nicht vollständig geklärt. Auf dem Weg zum IOM SUMMIT stehen noch einige Conversation Cafés auf dem Programm:

Und natürlich steht der IOM SUMMIT vom 28. - 30. September 2021 an!

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