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Digital Work Initiativen brauchen die Employee Experience Ausrichtung & die Employee Experience Ausrichtung braucht die Digital Work Initiative

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"Hybrid Work", "Employee Experience" und "Digital Fluency" - sind die großen Schlagworte für den IOM SUMMIT 2021. In den drei Themen sehen wir die "großen Baustellen", die derzeit in den Unternehmen beim Thema "Neudenken der (digitalen) Arbeitsorganisation" geklärt werden müssen. Nachdem wir uns in den letzten Beiträgen bereits zu den Herausforderungen auf dem Weg zum "Hybrid Work"-Ansatz ausgelassen haben, wollen wir uns in diesem Beitrag nochmals mit der "Employee Experience" beschäftigen.

Das Thema ist nicht neu - hat aber aufgrund der Microsoft-Kommunikation zu Microsoft Viva im Frühjahr 2021 wieder einen neuen Impuls bekommen.

Employee Experience nicht erst seit "Microsoft Viva" ein Thema

Die erste Erwähnung hat die "Employee Experience" laut Wikipedia in einem Konferenzbeitrag von Kaveh Abhari aus 2008 als Einflußgröße für die Qualität der Customer Experience. Im Mittelpunkt standen hierbei vor allem die Anreiz- und Befähigungsfaktoren für mehr Involvement und Engagement der Mitarbeiter. In der Folge haben sich verschiedene Deutungsperspektiven je nach Fachbereich und Perspektive für das Thema entwickelt, die Bertrand Duperrin (EMAKINA) in einem Beitrag im Event-Blog zur HR Tech  Anfang 2016 zusammenfasst (und wir in einem Beitrag 2017 in diesem Blog aufgriffen):

  • Employee Experience = The Future of Customer Experience – weil ohne Mitarbeiter mit Spaß an der Arbeit, kann auch kein Erlebnis für die Kunden geschaffen werden.
  • Employee Experience = The Future of Employer Branding – weil sich die Attraktivität eines Arbeitgebers schon lange nicht mehr über dessen kommunikative Selbstdarstellung definiert.
  • Employee Experience = The Future of Work – weil Werkzeuge und Arbeitsabläufe die Mitarbeiter intuitiv unterstützen und begeistern sollen, damit die Arbeit Spaß macht.
  • Employee Experience = The Future of Management – weil das Management und die Art der Führung neben den Werkzeugen und Prozessen eine weitere Dimension der Zufriedenheit für den Mitarbeiter darstellt.
  • Employee Experience = The Future of Engagement – weil die Identifizierung des Mitarbeiters mit seiner Arbeit ein wichtiger Gradmesser für die Zufriedenheit, aber auch Qualität ist.
  • Employee Experience = The Future of the Workplace – weil der digitale und analoge Arbeitsplatz das Umfeld für die Ausführung der Arbeitsleistung darstellt.

Seitdem wurde das Thema vor allem aus den folgenden zwei Perspektiven verstärkt diskutiert:

  • Employee Experience als Hebel für die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeber-Attraktivität: Dies ist vor allem eine strategische HR-Perspektive, bei der es um die systematische Ermittlung und Identifikation sowie die Förderung bzw. den Ausbau von "Moments That Matter" (besonders aufgeladenen/wichtigen Erlebnismomenten) für die Mitarbeiter geht. (Siehe hierzu auch die Shift/HR Employee Engagement Konferenz)
  • Employee Experience als Hebel für die Verbesserung der Arbeitsorganisation durch eine neue Form der Zusammenarbeit: Hierbei handelt es sich um die Fokussierung auf den wesentlichen "Moment That Matter" - nämlich dem Erlebnismoment, wie wir unsere alltägliche Arbeit organisieren und erledigen können. Im Vordergrund steht hierbei die Diskussion der Art und Weise wie die Zusammenarbeit und die Ausgestaltung der Arbeitserledigung organisiert ist - inkl. dem Führungskonzept, der Arbeitskutlur, der Arbeitmittel und der Arbeitsumgebung - als Hebel oder Verhinderungsfaktor für das Erlebnis. Insbesondere der "Digital Workplace" und die notwendigen Veränderungsmaßnahmen rund um eine neue Form der nicht-bürokratischen Zusammenarbeit war hier zentraler Gegenstand der Diskussion.

Die Corona-Situation hat in den vergangenen 16 Monaten zentrale Veränderung gebracht: Digital verteiltes Arbeiten wurde zum notwendigen Quasi-Standard - der Quasi-Standard hat (in unterschiedlichen Ausmaßen) ein Überdenken der Zusammenarbeit notwendig gemacht. Dort, wo Organisationen und ihre Mitarbeitenden an alten Formen festgehalten haben, ist eine große "Unzufriedenheit" entstanden, die wiederum eine Notwendigkeit für ein Neudenken erschaffen hat. Letztlich ist festzuhalten, dass die durch Corona "erzwungende" digital verteilte Zusammenarbeit die Notwendigkeit für die Verbesserung der Employee Experience gesteigert hat. 

Und wie an anderer Stelle schon erwähnt - die digital verteilte Zusammenarbeit ist hier um zu bleiben! Und damit geht auch einher - dass das Erlebnismoment der digital verteilten Zusammenarbeit eine "Must-Have"-Optimierung braucht!

Wie bereits die Diskussionen über die letzten Jahre gezeigt haben - siehe auch unsere untenstehende Liste von Beiträgen zu dem Thema - dürfen die Anstrengungen nicht bei der Technologie-Frage stehen bleiben. Die Zufriedenheit mit der Arbeitsorganisation umfasst mehr als nur die Bereitstellung der technologische Plattform - hierzu gehört auch ein angepasstes Führungsverständnis wie auch eine offenere Organisationsstruktur, eine neue Zusammenarbeitskultur wie auch Selbstverständnis der Mitarbeitenden. Letztendlich geht es um die Umsetzung einer "Collaborative Culture" (Josh Bersin) bzw. einer "Collaborative Future of Work" (Dion Hinchcliffe - siehe auch nachstehende Bedürfnispyramide zur Lösung der EX-Herausforderung von Dion Hinchcliffe), über die wir im Kontext des digitalen Arbeitsplatzes schon so lange diskutieren, die aber weiterhin noch kein Standard sind.

Nachdem wir also im letzten Jahr einen massenhafte Technologie-Bereitstellung realisiert haben, braucht es nun einen Fokus auf der Employee Experience.

Liste unserer Beiträge zum Thema Employee Experience:

Employee Experience als neue Hauptzielsetzung für die Digital Work Anstrengungen

Wie bereits Tim Miksa in seinem Impulsvortrag bei der Auftaktveranstaltung zum IOM SUMMIT anmerkete, müssen für die Employee Experience Ausrichtung in den Digital Workplace Projekten weitere Projektaspekte berücksichtigt werden. Abgeleitet und ergänzt aus Tim's Aspekten sehen wir dabei folgende wichtige Themen, die wir auch im Rahmen des IOM SUMMIT weiter diskutieren wollen:

  • Die Digital Workplace Initiative muss sich als "Unterstützungsplattform"-Programm für die "Employee Experience" verstehen. Die Anforderungen der EX sind im ständigen Wandel, hier muss die Digital Workplace Initiative immer wieder nachjustieren und durch Anpassungen und Optimierung an der ständigen Optimierung der Erlebnismomente arbeiten.
  • Die Digital Workplace Initiative muss ganzheitlich und datenbasiert arbeiten - um die Optimierungen an den richtigen "Moments That Matter" anzusetzen. Im Kontext einer generell verstärkten digital verteilten Arbeitsorganisation sollten sowohl die Datengewinnung und Erkenntnisgewinnung als auch die Optimierungsmaßnahmen in einer interdisziplinären und mit anderen Initativen abgestimmten Herangehensweise erfolgen. Pulsbefragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit sollten auch die Ausgestaltung der Arbeitsumgebung und die Arbeitsorganisation berücksichtigen und somit Erkenntnisse für die Optimierung der Digital Workplace Initiative bieten - wie auch die Daten aus der Digital Workplace Nutzung Erkenntnisse über die Arbeitskultur bereitstellen müssen.
  • Als moderne Arbeitsplatzunterstützung gilt es bei der Digital Workplace die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt zu setzen und positive Erlebnismomente bei der Erledigung der Aufgaben im Geschäftsprozess zu realisieren - z.B. durch intuitive digitale Arbeitsunterstützung, vereinfachte Zusammenarbeit, mehr Transparenz über die Geschäftsvorgänge und mehr Teilhabe am Unternehmensprozess. Anwendungsfälle müssen sich aus Sicht der Mitarbeitenden, der Organisation und der Employee Journey entwickeln.
  • Für die Unterstützung der "Employee Experience" muss die Umsetzung einer "kollaborativen Kultur" der Dreh- und Angelpunkt der Initiative sein. Sowohl Führungskonzepte, Organisationsstrukturen, Unternehmenswerte, Mitarbeiterentwicklung und -befähigung wie auch Mitarbeiterselbstverständnis müssem hierfür angegegangen werden - denn nur mit einer "kollaborativen Kultur" als DNA-Merkmal der Organisation wird die digitale Arbeit zufriedenstellend sein und damit die Employee Experience Ausrichtung unterstützen können.
  • Oberste Leitlinie für die Zufriedenheit in Prozessen ist die Realisierung von einfachen und unkomplizierten Bedienungsmöglichkeiten. Usability und Performance sind daher die Grundlage für das Mitarbeitererlebnis. Befähigung und Freiraum für Experimentiermöglichkeiten helfen der weiteren individuellen Entwicklung und der Herausbildung von mehr Involvement und Engagement (Emergenz).
  • Die Digital Workplace Initiative muss mehr als nur dem Teil der Office-Worker neue Möglichkeiten bieten - um unternehmensweit eine Wirkung zu erzeugen.

Einladung zum Conversation Café "Konzeptansätze für mehr Mitarbeiter-Engagement & Employee Experience"

Bereits am 25.08. diskutieren wir im Rahmen des interaktiven Conversation Cafés zum IOM SUMMIT mit Ayhan Balku, Tim Bosenick, Sabrina Dür, Nicole Höllebrand, Dr. Alexander Klier, Sybille Klotz, Thiemo Laubach & Tanja Mantel über die Konzeptansätze für mehr Mitarbeiter-Engagement & Employee Experience entlang der Zusammenarbeitsprozesse. Dabei wollen wir Erfahrungen und Empfehlungen bei der Ermittlung und Optimierung von Ansatzpunkten und Anwendungsfällen herausarbeiten.

Seien Sie live und kostenlos dabei und diskutieren Sie mit uns die Inhalte für die Employee Experience Ausrichtung der Digital Work Initiativen - gleichzeitig erhalten Sie auch eine Gratis-Teilnahme zum IOM SUMMIT:

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